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EDWARD COLVER

HAB DIE AUFNAHME IMMER IM KASTEN, IMMER

In den 80er Jahre überquerten unsere Dr. Martens erstmals den Atlantik. Damals kehrten US-amerikanische Bands mit Docs im Koffer von ihren UK-Touren zurück. Diese Bands trugen sie dann in den USA auf der Bühne, wodurch ihre Fans die Schuhe entdeckten.

Immer in der ersten Reihe dieser verschwitzten, manischen Hardcore-Gigs fand sich ein unscheinbarer Mann namens Edward Colver, der als wichtigster Fotograf dieser revolutionären Szene in die Geschichte eingehen sollte. Eines Abends fand er sich während eines Gigs ramponiert am Boden wieder. Doch irgendwie rappelte er sich auf, vergaß seine Verletzungen und fotografierte weiter.

„Mir prallten Bierflaschen auf den Kopf, einmal hatte ich einen Stiefel im Gesicht. Der schlimmste Zwischenfall war aber 1983, als ich einen Gig im Los Angeles Auditorium fotografierte. Die US-amerikanische Hardcore-Szene wurde damals gerade so richtig groß. Dort waren 3.000 Leute, die total durchgedreht sind... aber im Gegensatz zu heute, wo jeder eine Handykamera hat, war ich die einzige Person, die Fotos machte.“

„Der Gig war sowieso schon ziemlich verrückt, ich wurde hin- und hergeschubst. Aber dann rammte mich etwas besonders fest und warf mich zu Boden. Das war irgendein Typ, der versucht hatte, auf die Bühne zu kommen. Ich half ihm auf, aber ein paar Minuten später knallte ich brutal gegen die Bühne, meine Brust und Seitenpartie prallten gegen die Sperrholzplatte. Ich schaute nach rechts und die gesamte Absperrung war umgestürzt. Die Menge hatte sie einfach zerschmettert.“

„Ich wusste, dass ich da irgendwie rauskommen musste. Ich versuchte aufzustehen, aber das war fast unmöglich. Dann kam dieser blonde Typ (der Bassist der Band The Circle Jerks) und half mir; ich wurde links neben die Bühne gebracht, hielt mir dabei meine verletzte Seite. Das tat brutal weh.“

„Aber sobald ich zu Atem gekommen war, warf ich mich wieder ins Geschehen und fotografierte weiter. Ich musste die Aufnahme kriegen. Kurz nach dem Zwischenfall und obwohl ich ziemliche Schmerzen hatte, schoss ich das Foto von dem Typen, der über die Menge springt und das in dem Buch Dr. Martens: A History of Rebellious Self-Expression veröffentlicht wurde. Egal, was passiert, man muss weitermachen und das Foto schießen. Manchmal ist es hart, aber man muss sich zusammenreißen und weiter fotografieren. Es war verrückt, totales Chaos, zwei irre Minuten. Aber ich habe das Foto gekriegt.“

DAS EINZIGE WAS TAFFER ALS EIN DR. MARTENS STIEFEL IST,
IST DIE PERSON DIE IHN TRÄGT

KEEP KICKING BACK

 

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