text.skipToContent text.skipToNavigation
E_S1_DMP_BATU_LP_PORTRAIT_DESKTOP

DR. MARTENS PRESENTS:BATU x FIRST LIGHT STUDIOS

Wie die Schaffung eines neuen, zugänglichen Studio jungen Kreativen in Bristol zu einer Wende verhelfen wird

Für Batu war der Übergang vom Amateurkünstler, der in seinem Schlafzimmer produzierte, hin zu einem Vollzeitproduzenten schwierig. Mehr als jeder andere weiß er, wie wertvoll die Zeit im Studio ist, um seine Musik voranzubringen, und dass der Mangel an bezahlbarem Studioraum ein Hindernis für viele junge Kreative ist.

Daher arbeitet DM’s mit Batu zusammen, um ein zugängliches Musikstudio im Herzen von Bristol zu erschaffen, das kostenlose Studiozeit, Mentoring und Workshops für die kreative Zukunft der Stadt bietet. Das First Light Studio wird sich im Trinity Centre befinden, einem der wenigen verbleibenden unabhängigen Musikstätten der Stadt und einem beliebten kulturellen Zentrum, das Batu sehr am Herzen liegt.

Nachdem er sich als einer der mitreißendsten Produzenten elektronischer Musik des Landes etabliert hat, möchte er der künstlerischen Szene in Bristol nun dabei helfen, erfolgreich zu sein, indem er ihr zur Verwirklichung ihrer Ambitionen die nötigen Ressourcen und Fähigkeiten bereitstellt. 

Du wohnst nicht im Vereinigten Königreich, Batus Rolle bei der Unterstützung aufstrebender Musikschaffender in seiner Community hat dich aber trotzdem inspiriert? Unsere neue Initiative „Tough As You“ ist auf der Suche nach ähnlichen Initiativen und Communities, die neue Wege in die Musikbranche schaffen. Melde dich also gerne bei uns und erzähle uns, wie wir dein Projekt finanzieren und fördern können.

5 MINUTEN MIT BATU


DM’s spricht mit Batu über seine Musik und darüber, wie er die Kunst als Hilfsmittel für sich selbst und seine Community einsetzt.

Was hat dich motiviert, dieses Studio zu erschaffen? Und was erhoffst du dir davon?

Ich finde, aufstrebende Künstlerinnen und Künstler brauchen mehr Unterstützung. Privat ein Studio zu mieten ist teuer, das können sich normalerweise nur Menschen leisten, die den Durchbruch bereits geschafft haben. Das bedeutet, dass jüngere Produzentinnen und Produzenten nie die Gelegenheit bekommen, in einem professionellen Umfeld zu arbeiten. Indem wir jungen Menschen mehr Möglichkeiten verschaffen und Einrichtungen bieten, werden sie ihre Fähigkeiten entwickeln und mehr erreichen können, als sie sich jemals hätten träumen lassen. Ich bin wirklich glücklich, in eine Community investieren zu können, zu der ich immer noch zugehörig fühle. So viele Menschen haben mir auf meinem Weg geholfen und mir ist wichtig, das anzuerkennen und zu versuchen, die Community und die Stadt, in der ich lebe, zu unterstützen.

Was ist das Beste an der kreativen Szene in Bristol?

Diese unglaubliche Menge an Talent auf so kleinem Raum ist ziemlich einzigartig. An anderen Orten könnte das zu einer wettbewerbsorientierten und angespannten Atmosphäre führen, aber die Menschen in Bristol sind in 9 von 10 Fällen hilfsbereit, kooperativ und freundlich. 

Welchen Rat würdest du jungen Menschen geben, die versuchen, dorthin zu gelangen, wo du gerade bist? 

Widme dich voll und ganz deiner Kunstform. Meiner Meinung nach ist das Wichtigste, genug Zeit zu investieren, ganz egal, worum es genau geht. Ich denke, dass diese Tatsache für jüngere Künstlerinnen und Künstler oft im Lärm der Branche untergeht. Die Menschen denken immer nur ans Networking oder „die Industrie“ und merken dabei nicht, dass jeder, der jemals etwas Bedeutendes erreicht hat, wahrscheinlich unglaublich hart gearbeitet hat, um das Handwerk zu erlernen. Oft werden dafür große Opfer gebracht. Wenn die Kunst und alles drum herum ehrlich sind, kommt der Rest meist ganz von allein.
E_S1_DMP_BATU_QAIMAGE1_DESKTOP

Was ist deine Lieblingsmusikstätte? 

 Es gibt so viele besondere Orte, die mir sehr am Herzen liegen. In Großbritannien: das Trinity Centre in Bristol, The White Hotel in Manchester, Corsica Room 2 und die Pickle Factory in London. Für den Rest der Welt: die Grießmühle in Berlin, der Golden Pudel in Hamburg. Das Labyrinth und Rural Festival in Japan, das Terraforma Festival in Italien, das Nowadays in New York, Hot Mass in Pittsburgh. Ich verbringe inzwischen bei Musikveranstaltungen viel mehr Zeit auf der Bühne als dass ich ein Teil des Publikums bin, was natürlich irgendwie unvermeidlich, aber auch ein wenig traurig ist, finde ich. Ich denke, meine Erfahrung wird maßgeblich davon bestimmt, wie frei ich mich beim Spielen fühlen kann. Wenn ich eine starke Verbindung zum Publikum spüre, dann fließt die Musik ganz natürlich aus mir hinaus und es entstehen Erinnerungen, an die ich noch jahrelang liebevoll zurückdenke. Wenn die Verbindung nicht so ganz stimmt, dann kann ich mich kaum an den Abend erinnern, selbst wenn er nur einen Monat her ist.
E_S1_DMP_BATU_QAIMAGE1_DESKTOP
E_S1_DMP_BATU_QAIMAGE2_DESKTOP

Was beeinflusst deine Arbeit? Findest du Inspiration an unerwarteten Orten?

Ich glaube nicht, dass man wirklich zwischen dem normalen Alltag und Augenblicken mit besonderem „Einfluss“ unterscheiden kann – alles, was wir erleben, ist auf irgendeine Weise eine Inspiration. Ich denke, was für mich am besten funktioniert, ist, eine Struktur und Routine zu haben, die viel Zeit fürs kreative Schaffen einräumt, aber auch viel Zeit fürs Nachdenken, Beobachten und Lesen lässt. Meine Freizeit, außerhalb des Studios ist genauso wichtig wie alles andere, denn die meisten meiner Ideen kommen mir, wenn ich gerade an nichts Bestimmtes denke. Lesen und Bewegung sind dabei wahrscheinlich die wichtigsten Aspekte meines Alltags. Wenn ich diese beiden Dinge ein paar Tage lang nicht mache, bekomme ich Hummeln im Hintern.
E_S1_DMP_BATU_QAIMAGE2_DESKTOP

Für weitere Geschichten von Kreativen wie Batu, die sich der Veränderungen der Subkultur für die nächste Generation widmen, schau dir die anderen Rebellen auf DM’s Presents an.