DIE KUNST DER INDUSTRIELLEN FERTIGUNG

Die Dr. Martens "Made in England"-Serie wird in der einzigartigen Fabrik in der Cobbs Lane angefertigt, die schon seit 1901 Schuhe für die Familie Griggs produziert. Sie ist das Zuhause des Original Dr. Martens Stiefels. In diesen bescheidenen Fabrikwänden arbeitet eine engverbundene Familie von Menschen, die die traditionellen Schuhmachermethoden noch beherrscht.

Hier, inmitten des Geruchs von frisch geschnittenem Leder und mit dem Lärm der makellos instandgehaltenen Maschinen im Hintergrund, beginnt der unverwechselbare Dr.Martens Stiefel Formen anzunehmen: über die kurze Strecke des Fabrikbodens beginnt seine Reise bei einem kleinen Stapel von gegerbtem Kernleder, bis der Prozess ihn schließlich über diverse äußerst fachgerechte Evolutionsphasen zum Ziel bringt – hochgeschnürt und tadellos – in einem Schuhkarton … bereit, in Ehren gehalten zu werden.
 
Das sorgsam ausgewählte Kernleder wird in einem kleinen Stapel aufbewahrt, genug für eine Woche. Es wird dann angehoben – eins nach dem anderen – und auf den Tisch des Klickers gelegt. Dies ist seit langem die am höchsten angesehene Aufgabe in der Schuhfabrik. Es ist die Aufgabe des Klickers, das eine Stück Kernleder in die einzelnen Komponenten des oberen Teils des Stiefels zu zerschneiden, indem er das genau passende Messer benutzt. Die Kunst liegt darin, eine minimale Menge von Abfall zu erzeugen, während man zugleich sichergeht, dass nur die besten Teile des Leders verwendet werden. Das Messer stanzt auch kleine Löcher in das Leder, die angeben, wo später die Ösen und Nähte plaziert werden sollen. Um den Standard, der für ein "Made in England"-Produkt angestrebt wird, zu erreichen, braucht der Klicker Erfahrung, eine ruhige Hand und, vor allem, ein Auge fürs Detail.
 
Die zurechtgeschnittenen Komponenten werden nun an den Schleifer weitergereicht. Trotz der Tatsache, dass Dr. Martens Stiefel den weltweiten Ruf haben, strapazierfähig zu sein, benötigen einige Produktionsphasen eine unglaubliche Finesse. Der Schleifer spaltet bestimmte Teile des Leders mit einer Exaktheit von 0.1mm – so wird zum Beispiel die Zunge leichter gemacht, die Kappe behält ihr ganzes Gewicht und das Leder, das zum Überlappen der Nähte gebraucht wird, erhält eine geschickt angeschrägte Kante.
 
An dieser Stelle kennzeichnet eine Druckmaschine mithilfe einer heißen Folie die Innenseite der Zunge mit der Größe, der Modellnummer und der hochangesehenen Legende "Made in England". Nun kann das noch platte Leder zusammengesetzt werden. Der sogenannte "Vamp" – die Zehenkappe des Stiefels – wird aufgereiht, vorwärts zum verzwickten Handwerk des "Schließens". Hier werden die zwei Quarter – die Lederteile, die sich um die Ferse legen – per Hand im Zick-Zack-Stich zusammengenäht. Dann werden der Rückenstreifen, die berühmte “AirWair with Bouncing Soles”-Fersenlasche sowie eine Verstärkung für die Ferse zusammengenäht.
 
Währenddessen wird die Vorderseite des Stiefels zusammengenäht, die aus der bedruckten Zunge und dem Vamp (oder der Kappe) besteht. Nun haben wir die zwei Hauptteile des Stiefels: die Ferse und die Kappe. Diese werden dann an der sogenannten "Puritan"-Maschine, die eine Linie aus drei Nähten über den Quarter bis zur Seite des Vamps zieht, mit einem aus acht Schnüren bestehenden Faden zusammengenäht.
 
Als nächstes werden anhand der zuvor vom Klicker markierten Stellen die Ösen in den Stiefel gestanzt. Schließlich wird der Näh- und Zuschneideprozess mit einer Art Kappendeckel ("toe puff") abgeschlossen, der in den Vamp laminiert wird und der der Kappe Stabilität und Stärke verleiht, damit sie nicht zusammenfällt. Nun ist der obere Teil des Stiefels bereit, den Weg zum "Leisten" anzusteuern, wo die berühmte Dr. Martens Air-Cushion-Sohle angebracht wird.
 
Als "Leisten" wird ein Plastikstück in Form eines Fußes bezeichnet, das zum Abschluss der Herstellung des Stiefels benutzt wird. Als erstes werden an dem Leisten die Einlage mit Klebeband und ein vorbeschichtetes Stück Segeltuch – als ‘Rib’ (Rippe) bezeichnet – befestigt, was den oberen Teil des Stiefels und die Sohle vereint.
 
Als nächstes wird der obere Teil, den wir gerade fertiggestellt haben, mithilfe einer Rückenteilformungsmaschine, die auch dafür sorgt, dass die Höhe des Leders an den Knöcheln für beide Füße genau gleich ist, an die Absatzform angebracht.
 
Nun ist es an der Zeit, die Kappe zu formen. Der obere Teil wird erhitzt, damit das Material weich wird und damit das hochwertige Leder nicht bricht. Dann wird die Kappe über die Plastikleiste gespannt und heißer, geschmolzener Klebstoff auf die Einlage gespritzt, was das Leder fest mit der Einlagenrippe verbindet. Um sicherzugehen, dass die Strapazierfähigkeit gewährleistet wird, werden die Seiten des Stiefels dann an die Rippe getackert, wonach alles überschüssige Leder abgeschnitten wird.
 
Bis jetzt ist von der berühmten gelben Rahmennaht des Stiefels noch nichts zu sehen. Obwohl die äußere gelbe Naht – im Schuhhandwerk als Z-Rahmennaht bezeichnet – den meisten Leuten bekannt ist, haben Dr. Martens Stiefel auch eine innere oder einfache Naht. Diese verstärkt die Widerstandskraft des Schuhs zusätzlich. Die gelbe Naht ist in einem Behältnis mit warmem Wachs untergebracht, das sie weich macht, aber auch dafür sorgt, dass alle Löcher, die durch die Nadel auf ihrem Weg um die Kante des Stiefels verursacht werden, wasserundurchlässig werden. Der PVC-Goodyear-Rahmen – der PVC-Streifen der den charakteristischen gelben Faden trägt – wird mithilfe des gelben Fadens und einer Rahmennähmaschine von einem Maschinisten geschickt an den oberen Teil des Stiefels genäht.
 
Der Stiefel ist nun bereit, mit der berühmten Sohle vereint zu werden.
 
Die luftgepolsterte Dr. Martens Sohle selbst wird in der Fabrik hergestellt, indem eine zunächst körnige Komponente geschmolzen und in eine Form gespritzt wird, die das unverwechselbare "DMS"-Muster sowie das Resistenz-Dreieck trägt, das zeigt, dass die Komponente öl-, fett-, säure-, benzin- und alkaliresistent ist. Wenn die Sohlen abgekühlt sind, wird per Hand ein Filzstreifen in den Hohlraum der Einlage eingeführt, gefolgt von einem Komfort-Polster, ebenfalls per Hand. Die Sohle wird dann an den oberen Teil gehalten, vorübergehend an der Kappe und der Ferse befestigt, indem eine heiße Klinge zwischen den Rahmen und die Sohle "getüpfelt" wird , bereit für den wahren Moment genialer Schöpfung.
 
Ein höchsttalentierter Maschinist hält den oberen Teil des Stiefels und die Sohle – die nun nur lose zusammenhängen – gegen eine heiße Klinge, die durchgehend auf 700 Grad Celsius erhitzt wird. Diese Klinge gleitet zwischen die Sohle und den gerahmten oberen Teil des Stiefels, schmelzt das PVC der Sohle und – wenn die Hände des Maschinisten ihre Arbeit getan haben – vereint die beiden Teile des Stiefels nahtlos miteinander.
 
Das Einzige, das jetzt noch fehlt, ist die Seitenwand der Sohle mit den charakteristischen Einkerbungen, die wiederum von einer geschickten Hand bearbeitet wird. Der Stiefel wird gegen eine rasierklingenscharfe, sich drehende Klinge gedrückt, die die Form der sofort wiedererkennbaren Kerben hat und die die Kerbung auf der zweifarbigen Sohlenseite erzeugt.
 
Nachdem der Plastikleisten entfernt wurde, wird der fertige Stiefel handpoliert und geschnürt, bevor er in einem Schuhkarton verpackt und versandfertig gemacht wird.
 
Dr. Martens weltweite Qualität und Fertigung 
Im Grunde genommen gibt es keinerlei Unterschied zwischen den Stiefeln, die wir noch immer in Großbritannien herstellen und denen, die in Asien produziert werden. Die Komponenten und das Material sind die selben und jedes Produkt wird mit der gleichen einzigartigen Herstellungstechnologie gefertigt, die wir schon seit 52 Jahren nutzen.
 
Außerdem wird unsere Produktion in Asien streng von unseren Mitarbeitern geprüft und überwacht.
 
Sollte dennoch ein Qualitätsproblem auftauchen und unserem wachsamen Auge entgehen, ersetzen wir natürlich fehlerhafte Stiefel oder Schuhe durch ein neues Paar. Wir bitten nur darum, dass fehlerhafte Produkte an uns zurückgeschickt werden, damit wir überprüfen können, wodurch der Fehler entstanden ist.
 
Unsere kleinere, ursprüngliche Fabrik in Großbritannien produziert kleinere Mengen und fertigt einmalige Designs und Produkte, die aufwendiger verarbeitet sind als diejenigen, die in Asien poduziert werden. Einige unserer "Original" Stiefel und Schuhe werden auch immer noch in Großbritannien hergestellt, für diejenigen, die das Prestige eines Schuhs mit dem "Made in England"-Label suchen.
 
 
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